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10 Systemvorteile des Schienengüterverkehrs, Teil 2

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10 Systemvorteile des Schienengüterverkehrs, Teil 2

10 Systemvorteile des Schienengüterverkehrs, Teil 2

Pro Tonne und Kilometer stößt ein Güterzug gut 80 Prozent weniger CO2 aus als ein Lkw. Gleichzeitig ist er in der Lage, große Mengen an verschiedensten Gütern zu transportieren. Kein Wunder, dass der Schienenverkehr wie kein anderes Verkehrsmittel für eine klimafreundliche und zeitgemäße Mobilität steht.

Vor dem Hintergrund der dringend notwendigen Verkehrswende gehört zu den großen Zielen, mehr Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu bringen. Doch damit stellt sich die Frage, was Kunden eigentlich davon haben, wenn Sie auf Güterzüge setzen. In einem zweiteiligen Beitrag zeigen wir zehn Systemvorteile des Schienengüterverkehrs.

Hier ist Teil 2!:

 

  1. Gebündelte Transporte

Die Einheit, die Transporte auf der Schiene bündelt, ist der Zug. In absehbarer Zukunft sollen in ganz Deutschland bis zu 740 Meter lange Züge verkehren können. Die Zuglänge, die in Europa mittlerweile Standard ist, kann bis zu 52 Lkw ersetzen. Langfristig gesehen, sind in Europa auch deutlich längere Güterbahnen realisierbar. Voraussetzung dafür ist aber ein entsprechender Ausbau der Infrastruktur. Das gilt auch für die letzte Meile.

Schwere Güterbahnen erreichen nicht selten ein Gewicht von gut 2.000 Tonnen. Lassen es die Strecken, die Loks und die Kupplungen zu, sind aber durchaus doppelt so hohe Gewichte möglich. Ein Güterzug, der 4.000 Tonnen erreicht, ist gleichbedeutend mit mindestens 100 Lkw.

Vor allem wenn Transporte in langen oder schweren Güterzügen zusammengefasst werden können, spielt die Schiene ihre großen Stärken aus. Vor dem Hintergrund, dass Ressourcen knapper werden und Transportkosten steigen, sind eine hohe Energieeffizienz, ein überschaubarer Personalaufwand und eine gute Planbarkeit bei Ladung und Transport klare Argumente für ein Logistikkonzept, das auf der Schiene basiert.

Die Systemvorteile des Schienengüterverkehrs machen sich in erster Linie bei langen Distanzen bemerkbar. Doch auch auf kurzen Strecken kann die Schiene im Wettbewerb mitmischen. So gibt es zum Beispiel regionale Güterzüge, die zwischen Intermodal-Terminals oder Gleisanschlüssen pendeln.

 

  1. Keine eigenen Fahrer im Fernverkehr

Um auf den Schienengüterverkehr zurückzugreifen, ist es nicht notwendig, einen eigenen Fernverkehr vorzuhalten. Von diesem Aspekt profitieren Kunden, die einerseits große Transportmengen bewegen möchten und ihre Fahrer andererseits heimatnah beschäftigen wollen.

Im multimodalen Verkehr bringt der Lkw die Transportgüter oder Ladeeinheiten zu Umschlagterminals in der Nähe des Kunden. Dort übernimmt der Güterzug und transportiert die Güter ins Zielgebiet. Vor Ort steht der nächste Lkw bereit, der der Ladung schließlich zum Kunden liefert.

Die Lkw, die zwischen den Terminals und den Kunden pendeln, schaffen täglich mehrere Fahrten. Gleichzeitig sind die Lkw-Fahrer nach Feierabend zu Hause.

 

  1. Klimafreundlich

Verglichen mit dem Straßengüterverkehr per Lkw, ist der Schienengüterverkehr beim Ausstoß von Schadstoffen, beim Energieverbrauch und beim Bedarf an Flächen im Vorteil.

Was die E-Mobilität angeht, kann die Schiene auf eine jahrzehntelange Erfahrung zurückgreifen. Gut die Hälfte der Schienenstrecken hierzulande verfügen über eine elektrische Oberleitung und die Elektrifizierung schreitet stetig voran. Auch der Anteil an E-Lokomotiven nimmt konstant zu. Im Streckenbetrieb werden Diesel-Lokomotiven immer seltener eingesetzt. Stattdessen werden sie hauptsächlich im Rangierbetrieb genutzt. Doch auch Rangierloks sind mittlerweile mit Hybridantrieben verfügbar, die dann mit Stromabnehmern oder Batteriespeichern ausgestattet sind.

Die Bahnen arbeiten mit Hochdruck daran, die E-Mobilität auszuweiten. Kommen auf den ersten und letzten Meilen E-Lkw dazu, kann die gesamte Transportkette mittels elektrischer Mobilität realisiert werden.

 

  1. Hohe Sicherheit

Der Schienengüterverkehr ist einerseits spurgebunden und andererseits mit betrieblichen und technischen Sicherungssystemen ausgerüstet. Unkontrollierte Spurwechsel, gefährliche Überholmanöver, das zu späte Erkennen eines Stauendes und ähnliche Unfallfaktoren sind auf der Schiene praktisch ausgeschlossen.

Sofern es die Sicherheit erfordert, wird bei Güterzügen eine Zwangsbremsung eingeleitet. Außerdem verkehren die Bahnen nur auf den Gleisen, für die sie die Freigabe haben. Kein Wunder also, dass Experten für Gefahrguttransporte der Schiene ihr Vertrauen schenken.

Unter den Landverkehrsmitteln haben Züge die umfangreichsten Sicherungssysteme und technisch-betrieblichen Regelwerke. Dazu kommen intensive Kontrollmaßnahmen durch die Sicherheitsbehörden. Das schafft nicht nur eine große Sicherheit im Betrieb, sondern gleichzeitig auch optimale Bedingungen für technische Innovationen wie das automatisierte oder autonome Fahren.

 

  1. Potenzial für Digitalisierung

Die Digitalisierung ist in aller Munde. Mit Zügen steht ein Verkehrsträger bereit, der den Anforderungen des 21. Jahrhunderts mehr als gerecht werden kann. Neben dem Ausbau der Infrastruktur müssen dafür aber technische Innovationen folgen.

Ein Ansatzpunkt in diesem Zusammenhang ist das geplante European Train Control System, kurz ETCS. Dieses System macht Zugfahren ohne ortsfeste Signale möglich. Stattdessen sind die Bahnen in ständigem Austausch mit der Infrastruktur, die darüber bestimmt, wie weit und mit welcher Geschwindigkeit der Zug rollen kann. Der Lokführer kann so den Autopiloten aktivieren, während die Infrastruktur den Zug sicher über die gebuchten Strecken lotst.

Ein anderer Lösungsansatz ist die Digitale Automatische Kupplung, kurz DAK. Sie kann die Stromversorgung der Güterwagen und eine durchgehende Datenleitung im Zug bereitstellen. Der Schienentransport gewinnt dadurch an Effizienz und Transparenz. Wenn das mühsame, aufwändige und teils gefährliche Ankuppeln von Hand entfällt, kommt außerdem das Einsparen von Zeit und damit auch Kosten dazu.

Verschiedene Quellen erzeugen im Schienengüterverkehr zunehmend mehr Daten. Können diese Daten unternehmensübergreifend gebündelt und ein zielgerichteter Datenfluss etabliert werden, könnte die Schiene einen weiteren, großen Schritt in Richtung Digitalisierung machen. Kunden, die auf den Gütertransport per Schiene setzen, investieren also auch ein Stück weit in die Zukunft.

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